Es kommt wohl selten vor, dass jemand Zeit seines Lebens mit seiner Schule verbunden bleibt. Zu dieser eher raren Spezies scheine ich offensichtlich zu gehören.

Nach meiner Flucht aus Ostpreußen gegen Ende des Krieges, die mich nach Höringhausen verschlug, im Jahre 1950 der erste Kontakt mit der Alten Landesschule: zu einer Zeit, als Fünftklässler noch Sextaner genannt wurden, sich das Korbacher Gymnasium in der Klosterstraße befand, das Kollegium aus 30 Lehrerinnen und Lehrern bestand, ganze 500 Schülerinnen und Schülern die Schule besuchten, Dr. Ehrentreich die Schola Corbachensis leitete und Herr Lorenz als allseits respektierter Hausmeister sein gestrenges Regiment führte.

Mein Abitur dann im Jahre 1959. Es folgten das Studium der Philologie in Marburg, Gießen und Edinburgh und das Referendariat in Fritzlar und Kassel, bis ich 1968 als frischgebackener "Studienassessor zur Probe" an meine alte Schule zurückkehrte. 35 Jahre habe ich hier Englisch, Latein und anfänglich auch Mathematik unterrichtet. Eine lange, aber auch eine schöne Zeit, wie mir scheint.

Ab 2003 nun Pensionär, der sich im verstärkten Maße um sein Hobby - die Musik und das Waldeckische Kammerorchester - kümmert, der seine Latifundien verwaltet, sich als freier Mitarbeiter bei der WLZ betätigt und seit einiger Zeit im Redaktionsteam des "Klosterglöckchens" mitwirkt.